Aug 12, 2025 Eine Nachricht hinterlassen

Funktionsprinzip einer Richtmaschine

Eine Richtmaschine ist ein Industriegerät zur Korrektur von Biegungen und Verformungen an Blechen, Stangen, Rohren oder Kunststoffprodukten. Sein Kernprinzip besteht darin, abwechselnd Druck und Spannung mehrerer Rollensätze zu nutzen, um beim Durchlauf des Materials eine plastische Verformung zu bewirken und letztendlich einen geraden Zustand zu erreichen. Der spezifische Arbeitsablauf ist wie folgt:

1. Zuführstufe: Das Material wird über ein Förderband der Richtmaschine zugeführt und zunächst durch Führungsrollen positioniert.

2. Richtphase: Das Material läuft durch einen versetzten Satz Rollen, deren Abstand typischerweise das 3- bis 5-fache der Materialdicke beträgt (siehe Handbuch für Metallbearbeitungsmaschinen). Durch Anpassen des Rollendrucks und -winkels werden Biegungen nach und nach beseitigt.

3. Entladephase: Das gerichtete Material wird von der letzten Walze entladen, wodurch der gesamte Prozess abgeschlossen ist.

Zu den wichtigsten Parametern gehören die Anzahl der Rollen (normalerweise 7–15 Sätze), der Druckbereich (0,5–20 MPa) und die Liniengeschwindigkeit (0,1–5 m/s), die je nach Materialtyp (z. B. Stahl, Aluminium) und Dicke (0,1–50 mm) dynamisch angepasst werden müssen. Wenn Sie beispielsweise eine 2 mm dicke Edelstahlplatte richten, muss der Druck auf 8–10 MPa und der Rollenabstand auf 6–10 mm eingestellt werden (Datenquelle: ISO 10113-Standard).

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